Psychotherapie in Osttirol
Geleitwort zur Psychotherapie im Bezirk Lienz von Dr. Anita Granig MSc. Bezirkspsychotherapeutin   Was ist Psychotherapie? Die wissenschaftliche Psychotherapie umfasst klar definierte Behandlungsmethoden, die beispielweise bei folgenden Leidenszuständen angewandt werden: Seelische: Ängste, Zwänge, Depressionen, Neurosen, Psychosen, Süchte oder auch Schlaflosigkeit, Nervosität und innere Leere. Psychosomatische: Herz-, Magen-, Darmbeschwerden,-Allergie, Kopfschmerzen, chronische Schmerzen. Psychosoziale: Lebenskrisen, -auch schwere körperliche Erkrankungen, -Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten im beruflichen Feld. Psychotherapie kann verändern Durch gezielte Unterstützung wird die eigene Gedankenwelt und bisher vertraute Erklärungszusammenhänge neu überdacht. Die Gefühlswelt erscheint in einem anderen Licht und im Verhalten entstehen neue Spielräume. Seriöse Psychotherapie formt den Menschen nicht um, sie hilft die Fähigkeit zur Problemlösung zu stärken, seelisches Leid zu lindern und die eigene Person klarer zu erkennen. Die Schweigepflicht der PsychotherapeutInnen schafft die Grundlage für die Vertrauensbasis in der Zusammenarbeit und für Veränderungen. Wer ist zur Ausübung der Psychotherapie berechtigt? Die Ausübung der Psychotherapie ist in Österreich durch das Psychotherapiegesetz seit 1990 als eigenständiger Heilberuf geregelt. „Psychotherapeutin“/“Psychotherapeut“ ist in Österreich eine geschützte Berufsbezeichnung. Die Ausbildung dauert mindestens sieben Jahre. Der Eintrag erfolgt in die Psychotherapeutenliste des Bundesministeriums und dient als Berechtigungsnachweis für die selbstständige Berufsausübung.
Wo und wie arbeiten PsychotherapeutInnen? In privaten Praxen, psychosozialen Einrichtungen und Institutionen sowie Krankenhäusern. Es werden Einzel-, Paar,-Familien- oder Gruppenpsychotherapien angeboten. Psychotherapeuten wenden ihre Kompetenz aber auch in der Supervision und in der Beratung von Unternehmern und öffentlichen Einrichtungen an. Für Psychotherapie gibt es keine Altersgrenze.
Psychotherapie und Krankenkassen Über die Kostenbeteiligung bzw. Übernahme der Behandlungskosten durch Ihre Krankenkasse, sprechen Sie am besten mit Ihrem Psychotherapeuten/Ihrer Psychotherapeutin. Diese können ohne Überweisungsschein konsultiert werden.